Information zur EEG-Umlagepflicht für Eigenversorger (EEG-Umlage)

Als Anschlussnetzbetreiber sind wir vom Gesetzgeber dazu verpflichtet, die EEG-Umlage von Eigenversorgern einzuziehen und die erhaltenen Zahlungen an die Übertragungs-netzbetreiber weiterzuleiten.

Die Eigenversorgung aus einer Erzeugungsanlage unterliegt grundsätzlich der vollen EEG-Umlage (§ 61 EEG 2017).

Für EEG-und hocheffiziente KWK-Anlagen ist eine reduzierte EEG-Umlage vorgesehen (§ 61b EEG 2017).

Kleinanlagen und Bestandsanlagen können unter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen vollständig von der Pflicht zur Zahlung einer EEG-Umlage auf eigenverbrauchte Strommengen befreit werden.

Details zu den Ausnahmeregelungen finden Sie in den nachstehenden Erläuterungen "Verringerte EEG-Umlage für Eigenversorger" und "Regelungen zum Bestandsschutz nach EEG 2017".

Bitte beachten Sie, dass sämtliche Ausnahmeregelungen inklusive dem Bestandsschutz nur für Eigenversorgung nach § 61 iVm. § 3 Nr. 19 EEG 2017 gelten. Bei der unmittelbaren Belieferung von dritten Letztverbrauchern ist stets die volle EEG-Umlage an den Übertragungsnetzbetreiber zu zahlen, näheres finden Sie unter dem Punkt "Sonderfall Belieferung Dritter".

Definition: Eigenversorgung wird nach § 3 Nr. 19 EEG 2017

Eigenversorgung wird nach § 3 Nr. 19 EEG 2017 wie folgt definiert:
"Der Verbrauch von Strom, den eine natürliche oder juristische Person im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang mit der Stromerzeugungsanlage selbst verbraucht, wenn der Strom nicht durch ein Netz durchgeleitet wird und diese Person die Stromerzeugungsanlage selbst betreibt".

Hiervon sind Fälle erfasst, in denen der Eigenversorger Strom selbst in einer Eigenerzeugungsanlage erzeugt und zudem selbst verbraucht. Hierbei wird nur der Strom berücksichtigt, der mittels viertelstündlicher Leistungsmessung erfasst wird, wenn nicht schon technisch sichergestellt ist, dass Erzeugung und Verbrauch des Stroms zeitgleich erfolgen. Zudem darf der selbst erzeugte Strom vor dem Verbrauch nicht durch das Netz durchgeleitet werden und der Stromverbrauch muss im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang zur Stromerzeugungsanlage erfolgen.

Folgende Punkte sind gegeben und werden kumulativ eingehalten:

1) Eine natürliche oder juristische Person betreibt eine Stromerzeugungsanlage selbst,

2) der in dieser Stromerzeugungsanlage erzeugte Strom wird durch dieselbe natürliche oder juristische Person selbst verbraucht,

3) der Stromverbrauch erfolgt im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang mit der Stromerzeugungsanlage und

4) der Strom wird nicht durch ein Netz durchgeleitet.

  • Wurde die Stromerzeugungsanlage bereits zwischen dem 01.09.2011 und dem 31.07.2014 zum Selbstverbrauch genutzt, darf eine Netzdurchleitung stattfinden, sofern der Strom im räumlichen Zusammenhang zur Stromerzeugungsanlage verbraucht wird.
  • Wurde die Stromerzeugungsanlage bereits vor dem 01.09.2011 zum Selbstverbrauch genutzt, darf eine Netzdurchleitung stattfinden und es ist kein räumlicher Zusammenhang des Stromverbrauchs zur Stromerzeugungsanlage erforderlich.

Verringerte EEG-Umlage für Eigenversorger

EEG- und KWK-Anlagen, installierte Leistung > 10 kW
Bei Eigenversorgung aus einer EEG-Anlage oder einer hocheffizienten KWK-Anlage i. S. d. § 61b Nr. 2 EEG 2017 ist ein reduzierter Satz von 40% der jeweils gültigen EEG-Umlage zu zahlen (§ 61b EEG 2017). Bitte beachten Sie, dass eine Inanspruchnahme der Befreiung von der EEG-Umlagepflicht sowie der verringerten EEG-Umlage nur unter der Voraussetzung möglich ist, dass Sie fristgemäß Ihren Mitteilungspflichten nachkommen. Sämtlicher eigenverbrauchter Strom muss des Weiteren gemäß § 61h Abs. 1 EEG 2017 mit geeichten Messeinrichtungen erfasst werden.
 

Kleinanlagen
Für Stromerzeugungsanlagen mit einer installierten Leistung von höchstens 10 Kilowatt (kW) ist Im Falle der Eigenversorgung für die erzeugte und selbst verbrauchte Strommenge von bis zu 10.000 kWh/Jahr keine EEG-Umlage zu zahlen (§ 61a Nr. 4 EEG 2017).

  • PV-Anlagen, installierte Leistung ≤ 10 kWp
    Der Eigenverbrauch von Strom aus einer PV-Anlage von höchstens 10 kWp muss messtechnisch nur dann erfasst werden, wenn sie mehr als 10.000 kWh pro Kalenderjahr erzeugen und der Eigenverbrauch somit mehr als 10.000 kWh betragen kann. Bei PV-Anlagen mit einer installierten Leistung von höchstens 10 kWp kann die Schwelle von 10.000 kWh/Jahr aufgrund der gegebenen Randbedingungen (geographische Lage, Ausrichtung, Neigungswinkel, Beschattung der Anlage, erzielbare Eigenverbrauchsquote usw.) häufig nicht erreicht werden. Mit dem Formular "Erklärung des Betreibers einer Erzeugungsanlage zur EEG-Umlage" können Sie uns darlegen, dass die Schwelle von 10.000 kWh/Jahr nicht erreicht werden kann. In diesem Fall ist von Ihnen kein jährlicher Nachweis der eigenverbrauchten Strommenge mittels geeichter Messung erforderlich.

    Aufgrund der Eingeschränkten Meldepflichten für PV-Anlagen mit einer installierten Leistung von bis zu 7 kWp (§ 74a Abs. 1 Satz 3 EEG 2017) geht der Gesetzgeber davon aus, dass die Schwelle von 10.000 kWh/Jahr in diesem Fall technisch nicht überschritten werden kann.

     
  • KWK-Anlagen, installierte Leistung ≤ 10 kW
    Bei KWK-Anlagen kann mit den maximal möglichen Vollbenutzungsstunden von 8.760 pro Jahr die Schwelle von 10.000 kWh/Jahr rein technisch bei KWK-Anlagen mit einer Leistung von weniger als 1 kW  nicht erreicht werden. Der Gesetzgeber hat für diese Anlagen daher die Mitteilungspflichten eingeschränkt (§ 74a Abs. 1 Satz 3 EEG 2017).

    Sofern Sie eine KWK-Anlage mit einer installierten Leistung von mehr als 1 kW und weniger als 10 kW betreiben, können Sie uns mit dem Formular "Erklärung des Betreibers einer Erzeugungsanlage zur EEG-Umlage" darlegen, dass ein Eigenverbrauch von mehr als 10.000 kWh nicht möglich ist (etwa aufgrund des Wärmebedarfs).

Regelungen zum Bestandsschutz nach EEG 2017

Mit dem Inkrafttreten des EEG 2017 haben sich auch für Bestandsanlagen Änderungen ergeben, weiterhin gilt jedoch:

Bei Inbetriebnahme und Aufnahme der Eigenversorgung vor dem 01.08.2014 ist eine vollständige Befreiung von der EEG-Umlage möglich. Erfüllen Bestandsanlagen die Voraussetzungen nach §§ 61c oder 61d EEG 2017, ist der Eigenverbrauch vollständig von der EEG-Umlage befreit. Voraussetzung hierfür ist unter anderem, dass bereits vor dem 01.08.2014 Personenidentität zwischen Anlagenbetreiber und Letztverbraucher bestand. Ausnahmen von der Personenidentität sind mit dem EEG 2017 möglich, wenn die Stromerzeugungsanlage durch eine Erbschaft übernommen wurde (§ 61f Nr. 1a EEG 2017) oder wenn es sich um eine Rechtsnachfolge vor dem 01.01.2017 handelt und die Angaben nach § 74a Abs. 1 bis zum 31. Mai 2017 übermittelt werden (§ 61f Nr. 1b EEG 2017). Die Voraussetzungen des § 61f Nr. 2 und 3 sind kumulativ einzuhalten.

Zu beachten ist, dass mit der Neuregelung des EEG 2017 Änderungen bezüglich der Erweiterung, Erneuerung oder Ersetzung der Stromerzeugungsanlage wirksam werden.

  • Die "Stromerzeugungsanlage" ist nun gesetzlich definiert (§ 3 Nr. 43b EEG 2017). Hiernach ist nicht die "Gesamtanlage", sondern jeder einzelne Generator bzw. jedes einzelne PV-Modul die "Stromerzeugungsanlage" im Sinne der Regelungen zur EEG-Umlage. Eine Zusammenfassung gem. § 24 Abs 1 Satz 1 EEG 2017 erfolgt im Rahmen der Kleinanlagenregelung (§ 61a Nr. 4 EEG 2017).
     
  • Bisher durften Bestandsanlagen um bis zu 30 % der ursprünglich installierten Leistung erweitert werden, diese Möglichkeit entfällt nach dem 31.12.2017. Bei Erweiterungen ab dem 1. Januar 2018 entfällt der Bestandsschutz für die neu hinzugebaute Stromerzeugungsanlage; es ist EEG-Umlage wie für eine neue Stromerzeugungsanlage zu zahlen (§§ 61c Abs. 2 Nr. 1c und 61d Abs. 3 EEG 2017). Der Bestandsschutz der vorhanden Anlage bleibt hiervon unberührt.
     
  • Nach § 61e führt jede Erneuerung oder Ersetzung einer Stromerzeugungsanlage (ohne Erweiterung) ab dem 1. Januar 2018 grundsätzlich zu einer EEG-Umlage von 20 Prozent. Eine Ausnahme hiervon ist vorgesehen für den Fall, dass ein Generator vor Ablauf der handelsrechtlichen Abschreibung oder Auslaufen der Förderung nach dem EEG – z.B. aufgrund eines Defekts – ausgetauscht werden muss oder dass die Stromerzeugung von Kohle auf Gas oder erneuerbare Energien umgestellt wird; in diesem Fall bleibt es auch bei Ersetzungen oder Erneuerungen nach dem 31. Dezember 2017 bei null Prozent EEG-Umlage. Ein entsprechender Nachweis ist vorzulegen. "Erneuert" bedeutet in diesem Zusammenhang, dass wesentliche Bestandteile des Generators (z.B. Stator oder Rotor) bzw. des jeweiligen PV-Moduls ausgetauscht werden. Ein Austausch nur unwesentlicher Teile des Generators oder bloße Reparatur- und Wartungsarbeiten sollen nach der Gesetzesbegründung hingegen nicht ausreichen. "Ersetzt" wird eine Anlage, wenn der komplette Generator bzw. das PV-Modul ausgetauscht wird.
     
  • Soweit Sie an Ihrer Stromerzeugungsanlage Erweiterungen, Erneuerungen oder Ersetzungen vornehmen, sind uns diese gemäß § 74a Abs. 1 EEG 2017 unverzüglich mitzuteilen.

Meldepflichten des Eigenversorgers

Eigenversorger und sonstige selbst erzeugende Letztverbraucher“ sind dazu verpflichtet, dem für die Erhebung der EEG-Umlage verantwortlichen Netzbetreiber alle für eine ordnungsgemäße Abwicklung der EEG-Umlage-Erhebung erforderlichen Informationen mitzuteilen. Nach § 74a EEG 2017 sind folgende Basisangaben unverzüglich zu übermitteln:

  • 1. die Angabe, ob und ab wann ein Fall im Sinn des § 61 Absatz 1 Nummer (Eigenversorgung) oder Nummer 2 (sonstiger Letztverbrauch) vorliegt,
     
  • 2. die installierte Leistung der selbst betriebenen Stromerzeugungsanlagen,
     
  • 3. die Angabe, ob und auf welcher Grundlage die EEG-Umlage sich verringert oder entfällt, und
     
  • 4. Änderungen, die für die Beurteilung, ob die Voraussetzungen eines Entfallens oder einer  Verringerung der EEG-Umlage weiterhin vorliegen, relevant sind oder sein können, sowie den Zeitpunkt, zu dem die Änderungen eingetreten sind.

    Für eine Meldung zu Änderungen an Ihrer Stromerzeugungsanlage oder zu einem Wechsel des Anlagenbetreibers bitten wir Sie die Vordrucke unter dem folgenden Menüpunkt "Formulare für die Meldung im Netzgebiet der e-netz Südhessen" zu nutzen.

Wenn Sie eine neue Stromerzeugungsanlage in Betrieb nehmen, fragt die e-netz Südhessen die erforderlichen Basisangaben in den Abrechnungsunterlagen ab.

Sofern aus Ihrer Stromerzeugungsanlage EEG-umlagepflichtige Strommengen anfallen, sind Sie verpflichtet, die umlagepflichtigen Strommengen bis zum 28. Februar des Folgejahres an uns als Anschlussnetzbetreiber (§ 74a Abs. 2 EEG 2017) und an die Bundesnetzagentur (§ 76 Abs. 1 EEG 2017) zu melden. Wir fordern Sie mit einer Ablesekarte zur Meldung der Strommengen eines Jahres auf. Informationen zur Datenmeldung an die Bundesnetzagentur finden Sie unter folgendem Link:

www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Unternehmen_Institutionen/ErneuerbareEnergien/Datenerhebung_EEG/Eigenversorger/
Daten_EEG_Eigenversorger_node.html

Die Pflicht der Datenmeldungen in § 74a Abs. 1 Nr. 1 – 3 entfällt, wenn die Angaben bereits übermittelt wurden oder dem Netzbetreiber offenkundig bekannt sind, sowie wenn es sich um eine Stromerzeugungsanlage mit einer installierten Leistung von höchstens 1 kW oder eine PV-Anlage mit einer installierten Leistung von höchstens 7 kWp handelt.

Formulare für die Meldung im Netzgebiet der e-netz Südhessen

Eigenversorger und sonstige selbsterzeugende Letztverbraucher sind dazu verpflichtet, dem zuständigen Netzbetreiber die für eine ordnungsgemäße Abwicklung der EEG-Umlage-Erhebung erforderlichen Informationen mitzuteilen. Wenn Sie eine neue Stromerzeugungs-anlage in Betrieb nehmen, fragt die e-netz Südhessen die erforderlichen Basisangaben in den Abrechnungsunterlagen ab.

Um Ihre Mitteilungspflicht nach § 74a Abs. 1 Nr. 4 EEG 2017 zu erfüllen, können Sie bei Änderungen an Ihrer Stromerzeugungsanlage die nachstehenden Formulare nutzen. Diese Mitteilungspflicht betrifft alle Stromerzeugungsanlagen unabhängig von der installierten Leistung oder dem Datum der Inbetriebnahme.
 

Änderungen zur EEG-Umlagepflicht
EEG-Anlage bis 10 kWp
EEG-Anlage größer 10 kWp
KWK-Anlage bis 10 kW
KWK-Anlage größer 10 kW
Bestandsanlage
 

Betreiberwechsel
Wenn Sie eine Stromerzeugungsanlage auf einen anderen Anlagenbetreiber übertragen möchten oder selbst eine Anlage übernehmen können Sie uns die erforderlichen Angaben mit dem Formular "Übergabeprotokoll für Erzeugungsanlagen" mitteilen.

Bitte beachten Sie, dass sich bei einemBetreiberwechsel die Grundlage für die Beurteilung der EEG-Umlagepflicht ändern kann. Daher ist es erforderlich, dass der neue Anlagenbettreiber auch das zugehörige Formular unter „Änderungen zur EEG-Umlagepflicht“ ausfüllt.

Übergabeprotokoll für Erzeugungsanlagen
+ zugehöriges Formular unter "Änderungen zur EEG-Umlagepflicht"
 

Sonstige Änderungen
Ändert sich lediglich Ihre Bankverbindung und nicht die Person des Anlagenbetreibers, können Sie das Formular "Änderung der Bankverbindung" nutzen.       

Änderung der Bankverbindung

Sonderfall Belieferung Dritter

Wenn Sie aus Ihrer Erzeugungsanlage Dritte (z.B. Mieter) versorgen, handelt es sich nicht um eine Eigenversorgung. In diesem Fall liefern Sie wie ein Elektrizitätsversorgungs-unternehmen (§ 3 Nr. 20 EEG 2017) Strom an Letztverbraucher.  Für an Dritte gelieferte Strommengen besteht gem. § 60 EEG 2017 die Pflicht zur Zahlung der EEG-Umlage in voller Höhe. Die Ausnahmeregelung und der Bestandsschutz für Eigenversorger findet hier keine Anwendung.
 

Mitteilungspflichten des Elektrizitätsversorgungsunternehmens
Wenn Sie als Elektrizitätsversorgungsunternehmen Strom an Letztverbraucher liefern, sind Sie verpflichtet dem regelverantwortlichen Übertragungsnetzbetreiber die Angaben nach § 74 Abs. 1 EEG 2017 mitzuteilen. Weiterhin müssen bis zum 31. Mai des Folgejahres die an Letztverbraucher gelieferten Strommengen an den Übertragungsnetzbetreiber (§ 74 Abs. 2 EEG  2017) und an die Bundesnetzagentur (§ 76 Abs. 1 EEG 2017) übermittelt werden. Nähere Informationen erhalten Sie bei Ihrem regelverantwortlichen Übertragungsnetzbetreiber:

Amprion GmbH
Abteilung N-B
Rheinlanddamm 24
44139 Dortmund

Fax: +49 231 5849-14509
E-Mail: eeg@amprion.net

www.amprion.net/registrierung-eeg-umlage
www.amprion.net/datenmeldung-eeg-umlage
www.amprion.net/letztverbraucher-und-eigenversorger


Informationen zur Datenmeldung an die Bundesnetzagentur finden Sie unter folgendem Link:
www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Unternehmen_Institutionen/ErneuerbareEnergien/Datenerhebung_EEG/EVU/Daten_EEG_EVU_node.html

Höhe der EEG-Umlage

Die EEG-Umlage ist von allen Letztverbrauchern für jede bezogene Kilowattstunde zu entrichten. Dies bedeutet, dass die Verbraucher im Jahr 2017 mit  6,880 Cent pro Kilowattstunde zur Förderung der erneuerbaren Energien im Stromsektor beitragen. Damit stieg die EEG-Umlage im Jahr  2017 um  über 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (EEG-Umlage  2016:  6,354 Cent pro Kilowattstunde).
 

EEG-Umlage bei Eigenversorgung
Unter der Voraussetzung, dass Sie sich aus der EEG- oder KWK-Anlage selbst versorgen, verringert sich der anzusetzende Wert auf:

30% im Jahr 2015
35% im Jahr 2016
40% ab dem Jahr 2017

der jeweils gültigen EEG-Umlage.
 

Weitere Informationen finden Sie auch unter:
www.netztransparenz.de/EEG/EEG-Umlage

EEG – Einspeisung

Registrierungs- und Mitwirkungspflichten nach Anlagenregisterverordnung (AnlRegV)
Meldung an die Bundesnetzagentur

Zum 1. August 2014 trat das reformierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Kraft. Zuvor wurde die EEG-Reform am 27. Juni 2014 vom Bundestag, am 11. Juli 2014 vom Bundesrat beschlossen und am 23. Juli 2014 von der EU-Kommission genehmigt. Diese hat zur Folge dass u.a. eine Reihe von Registrierungs- und Mitteilungspflichten im Rahmen der Anlagenregisterverordnung beachtet und umgesetzt werden müssen.
Gemäß § 6 EEG 2014 ist jeglicher Betreiber einer ab dem 1. August 2014 in Betrieb genommenen EEG-Anlage verpflichtet, diese im Anlagenregister der BNetzA registrieren zu lassen. Dies ergibt sich auch aus § 3 Abs. 1 der Anlagenregisterverordnung.

Die Registrierungsnotwendigkeit besteht folglich nicht nur wie bisher für Solarstromanlagen, sondern für alle neuen EEG-Anlagen.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem beigefügten Schreiben.

Bislang können Photovoltaik-Anlagen über folgendes PV-Meldeportal auf der Internetseite der Bundesnetzagentur online anmelden.

Sonstige EEG-Anlagen sind über ein separates Formular der Bundesnetzagentur zu melden.

Einzelheiten zum neuen Anlagenregister und zu der Meldepflicht für die Anlagenbetreiber sind auch auf den Internetseiten der Bundesnetzagentur unter www.bundesnetzagentur.de/anlagenregister veröffentlicht.

Information zur EEG-Umlagepflicht für Eigenversorger (EEG-Umlage)

Als Anschlussnetzbetreiber sind wir vom Gesetzgeber dazu verpflichtet, die EEG-Umlage von Eigenversorgern einzuziehen und die erhaltenen Zahlungen an die Übertragungs-netzbetreiber weiterzuleiten.

Die Eigenversorgung aus einer Erzeugungsanlage unterliegt grundsätzlich der vollen EEG-Umlage (§ 61 EEG 2017).

Für EEG-und hocheffiziente KWK-Anlagen ist eine reduzierte EEG-Umlage vorgesehen (§ 61b EEG 2017).

Kleinanlagen und Bestandsanlagen können unter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen vollständig von der Pflicht zur Zahlung einer EEG-Umlage auf eigenverbrauchte Strommengen befreit werden.

Details zu den Ausnahmeregelungen finden Sie in den nachstehenden Erläuterungen "Verringerte EEG-Umlage für Eigenversorger" und "Regelungen zum Bestandsschutz nach EEG 2017".

Bitte beachten Sie, dass sämtliche Ausnahmeregelungen inklusive dem Bestandsschutz nur für Eigenversorgung nach § 61 iVm. § 3 Nr. 19 EEG 2017 gelten. Bei der unmittelbaren Belieferung von dritten Letztverbrauchern ist stets die volle EEG-Umlage an den Übertragungsnetzbetreiber zu zahlen, näheres finden Sie unter dem Punkt "Sonderfall Belieferung Dritter".

Einspeiser - Direktvermarktung

Festlegung "Marktprozesse für Einspeisestellen (Strom)"

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 29. Januar 2015 die Festlegung "Marktprozesse für Einspeisestellen (Strom)", kurz MPES 2.0, veröffentlicht. Die bisherige Festlegung MPES 1.0 wird damit mit Wirkung zum 1. Oktober 2015 abgelöst.

Bereits ab 20. Februar 2015 müssen Anlagenbetreiber und Direktvermarktungsunternehmen für bestimmte Meldevorgänge ein neues Formular verwenden.

Die Aktualisierung der Festlegung wurde insbesondere aufgrund der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes zum 1. August 2014 notwendig (EEG 2014), mit der u. a. neue Vorgaben für die Veräußerung des Stroms aus EEG-Anlagen erlassen wurden.

Gemäß des o. g. Beschlusses (BK6-14-110) der BNetzA vom 29.01.2015 haben Anmeldungen zur Direktvermarktung ausschließlich an eine vom Netzbetreiber veröffentlichte E-Mail-Adresse zu erfolgen. 

Für Meldungen mittels Meldeformular der Bundesnetzagentur verwenden Sie bitte die E-Mail-Adresse: eeg@e-netz-suedhessen.de


Für elektronische EDIFACT-Mitteilungen bitte ausschließlich folgende E-Mail-Adresse verwenden:
1:1-Kommunikationsadresse:vnbrmn-7763@es-edifact.de

Den Beschluss der Bundesnetzagentur finden Sie unter folgendem Link: Festlegung "Marktprozesse für Einspeisestellen (Strom)"

Abschlagszahlungen PV-Anlagen

e-netz Südhessen kauft von den Betreibern von Photovoltaik-Anlagen den erzeugten Strom zu gesetzlich vorgesehenen Preisen. Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben des EEG verkauft e-netz Südhessen die von den Anlagenbetreibern abgenommene Energie an die Amprion GmbH als zuständigen Übertragungsnetzbetreiber weiter und finanziert so die Zahlungen an die Anlagenbetreiber.

Die Erzeugung der Anlagen erfolgt allerdings nicht gleichmäßig. Vielmehr werden in den Monaten April bis September etwa 75% der Energie erzeugt, nur 25% verteilen sich auf das verbleibende halbe Jahr. Der Weiterverkauf der Energie an Amprion ist der e-netz Südhessen jedoch nur für die monatlich tatsächlich zu erwartende Erzeugung und Einspeisung möglich und unterliegt damit den zuvor beschriebenen jahreszeitlichen Schwankungen.

Durch den fortschreitenden Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung im Netzgebiet steigt das Volumen der auszuzahlenden Einspeisevergütung seit einigen Jahren deutlich an, so dass die e-netz Südhessen zeitweilig mehrere Millionen Euro mehr Abschläge an die Anlagenbetreiber auszahlt, als er bis zu diesem Termin durch den Weiterverkauf der Energie eingenommen hat. Diese Differenz wird in der Zukunft noch weiter zunehmen.

Seit 2012 muss  die e-netz Südhessen diesen Umstand daher bei den Abschlägen berücksichtigen und die monatlichen Zahlungen entsprechend der monatlich zu erwartenden Erzeugung angleichen. Es ergibt sich damit die nachfolgende Zahlungsverteilung (jeweils in Prozent der zu erwartenden Jahressumme).

Januar* Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
2% 2% 3% 8% 8% 14% 15% 14% 12% 12% 8% 2%

* Jahresabrechnung

Es werden 11 Abschläge (Februar – Dezember) für die jeweils im Vormonat erzeugte Energie gezahlt. Im Januar erfolgt die Jahresabrechnung für das Vorjahr, die Abschläge werden so geplant, dass mit der Jahresrechnung im Normalfall noch etwa 2% der Jahressumme auszuzahlen sind.

Gesetzestext, Preisregelung

Die aktuell gültige Version des Gesetzes für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG) können Sie auf der Seite www.gesetze-im-internet.de einsehen.

Informationsschreiben PV-Einspeisevertrag

Einspeisevergütung
EEG-Vergütungssätze (Link zur Bundesnetzagentur)

Steuerrechtliche Auswirkungen des Direktverbrauchs von Strom aus Photovoltaikanlagen (§ 33 Abs. 2 EEG)

Betreiber von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) können den in ihren Anlagen produzierten Strom ins öffentliche Netz einspeisen und wie bisher die Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Anspruch nehmen. Sie können auch den Strom ganz oder teilweise auch direkt selbst verbrauchen und ebenfalls hierfür eine Vergütung in Anspruch nehmen. Alle Betreiber von PV-Anlagen, die ab 1. Januar 2009 in Betrieb genommen wurden, können diese Regelung nutzen.
Das Bundesumweltministerium hat zu den Auswirkungen dieses Direktverbrauchs (Eigenverbrauch) auf die Umsatzsteuer eine Stellungnahme herausgegeben. Die PDF-Datei können Sie unter diesem Link beim BMU abrufen.

Pflichtveröffentlichungen

Nach § 77 EEG sind Netzbetreiber verpflichtet, bestimmte Daten und Informationen auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen und vorzuhalten. Die Angaben wurden von einer allgemein anerkannten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und bestätigt.

EEG-Einspeiseranlagen 2016
EEG-Einspeiseranlagen 2015

Bericht der e-netz Südhessen für 2015
Bericht der e-netz Südhessen für 2014

Einspeisemanagement

Die technischen Vorgaben (§ 6 EEG 2012) sind für alle Anlagen, die ab dem 1.1.2012 in Betrieb genommen werden, bereits bei Inbetriebnahme einzuhalten. Nachfolgend sind die technischen Vorgaben von PV-Anlagen aufgeführt, für andere EEG-Anlagen teilen wir Ihnen diese auf Anfrage gerne mit.

PV-Anlagen über 100 kWp müssen sämtliche technischen Anforderungen nach § 6 Abs. 1 EEG zu erfüllen.

  • Technische Einrichtung zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung bei Netzüberlastung und
  • Registrierende Leistungsmessung

PV-Anlagen mit installierter Leistung über 30 kWp bis 100 kWp müssen nur die Anforderungen nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 EEG erfüllen, d.h. Einbau einer Einrichtung zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung bei Netzüberlastung.

PV-Anlagen mit installierter Leistung unter 30 kWp können entweder die Voraussetzungen nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 EEG erfüllen oder die Einspeisung auf max. 70 % der Wirkleistung begrenzen. Eine Nachrüstung von bestehenden Anlagen sieht das EEG nicht vor.

Die Kosten für vorstehende Maßnahmen trägt der Anlagenbetreiber.

Umsetzungshilfe zu den gesetzlichen Vorgaben zum Einspeisemanagement
Informationen zum Rundsteuerempfänger (Programmierung, etc.)
Erklärung des Anlagenbetreibers zum betriebsbereiten Einspeisemanagement