Regionale Nähe und persönliche Präsenz
Wir sind in Hessen vor Ort verwurzelt und garantieren durch unsere örtliche Nähe hohe Flexibilität sowie persönliche Ansprechbarkeit in Ihrer Kommune. Da wir die regionalen Besonderheiten genau kennen, gestalten wir die Zusammenarbeit effizient und nahbar.
Was bedeutet kommunale Wärmeplanung in Hessen?
Die kommunale Wärmeplanung ist ein strategisches Instrument für hessische Städte und Gemeinden, um bis 2045 eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu erreichen. Gemäß dem Hessischen Energiegesetz (HEG) und dem Bundes-Wärmeplanungsgesetz (WPG) müssen Kommunen Bestandsanalysen durchführen und Potenziale für erneuerbare Energien wie Geothermie oder Abwärme identifizieren.
Mit dem geänderten Klimaschutzgesetz werden die Zielvorgaben für weniger CO2-Emissionen angehoben. Für das Jahr 2040 gilt ein Minderungsziel von mindestens 88 Prozent. Das stellt viele Kommunen vor die neue Herausforderung, eine kommunale Wärmeplanung erarbeiten zu müssen.
Kommunale Wärmeplanung in Hessen mit der e-netz Südhessen
Gebündelte technische Expertise
Profitieren Sie vom direkten Zugriff auf das Expertenwissen des ENTEGA-Konzerns in den Bereichen Strom, Gas und Fernwärme. Wir verbinden technische Netzkompetenz mit städtebaulicher Planung, um realisierbare Lösungen aus einer Hand zu bieten.
Vertrautheit mit kommunalen Prozessen
Wir kennen die behördlichen und politischen Abläufe in Hessen im Detail und navigieren Sie sicher durch alle administrativen Anforderungen. Unsere Erfahrung sorgt für reibungslose Genehmigungsverfahren und Planungssicherheit in Ihrem Projekt.
Starkes Akzeptanzmanagement
Wir übernehmen die professionelle Organisation von Bürgerbeteiligungen und Informationsveranstaltungen. Durch transparente Kommunikation schaffen wir die nötige Akzeptanz in der Bevölkerung für eine erfolgreiche Wärmewende.
Die Wärmewende in Südhessen gemeinsam meistern
Je nach Bundesland und Einwohnerzahl können Kommunen gesetzlich zur Entwicklung einer kommunalen Wärmeplanung verpflichtet sein. Für hessische Kommunen mit mehr als 20.000 Einwohnern trifft das gemäß §13 Absatz 1 Hessisches Energiegesetz (HEG) bereits zwingend zu. Sie haben ab 29.11.2023 eine kommunale Wärmeplanung zu entwickeln, fortlaufend zu aktualisieren und zu veröffentlichen.
Die kommunale Wärmeplanung ist ein wichtiger Baustein für die Umsetzung der Wärmewende auf lokaler Ebene. Sie trägt dazu bei, die Klimaziele zu erreichen, die Energieeffizienz zu steigern und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern. Die Weichen im Wärmesektor müssen jetzt gestellt werden – auch, weil schnelles Handeln mit attraktiven Fördermitteln belohnt wird.
Die Zukunft beginnt heute. Wir haben maßgeschneiderte Lösungen für morgen. Profitieren Sie von unserem Fachwissen: Als Kompetenzpartner für klimaschonende Energieerzeugung und Versorgung bündeln wir für Sie die Expertise aus den verschiedenen Bereichen des ENTEGA-Konzerns.
Der Ablauf der Kommunalen Wärmeplanung in Hessen
Die Erstellung eines kommunalen Wärmeplans folgt einem klaren, gesetzlich definierten Fahrplan. Gemäß dem bundesweiten Wärmeplanungsgesetz (WPG) und den Vorgaben für Hessen sind die vier Kernphasen der Konzepterstellung fest vorgeschrieben.
Innerhalb dieses gesetzlichen Rahmens gestalten wir die Zusammenarbeit flexibel nach Ihren Wünschen – etwa bei der Intensität der Bürgerbeteiligung oder der Frequenz unserer Präsenz in Ihren Gremiensitzungen. Das übergeordnete Schema bleibt jedoch für jede Kommune gleich und sichert die Rechtskonformität:
Bestandsanalyse & Status Quo
Im ersten Schritt erstellen wir eine lückenlose Analyse des bestehenden Wärmesystems Ihrer Kommune. Wir erfassen und digitalisieren systematisch alle relevanten Daten zu vorhandenen Wärmeerzeugern, den eingesetzten Energieträgern, der aktuellen Infrastruktur (Verteilnetze) sowie den Verbrauchsstrukturen in Haushalten und Gewerbe.
Potenzialanalyse & Zukunftschancen
Auf Basis der Bestandsdaten untersuchen wir, welche lokalen Quellen für eine klimaneutrale Versorgung nutzbar sind. Wir bewerten energetische Sanierungspotenziale im Gebäudebestand und identifizieren konkrete Standorte für erneuerbare Energien in Hessen – von Solarthermie und Biomasse bis hin zu Geothermie und industrieller Abwärme.
Zielszenarien - Ihr Weg bis 2045
Wo will Ihre hessische Kommune hin? Auf Grundlage der Analysen entwickeln wir gemeinsam ein belastbares Zielszenario. Dieses beschreibt detailliert, wie eine klimaneutrale Wärmeversorgung im gesetzlich geforderten Zieljahr 2045 realisiert werden kann, und bildet die Entscheidungsgrundlage für die politische Weichenstellung.
Wärmewendestrategie & Maßnahmenableitung
Vom Plan zur Tat: Wir leiten eine konkrete Umsetzungsstrategie mit handfesten Maßnahmen ab. Dazu gehören beispielsweise Pläne für den Ausbau von Nahwärmenetzen, Konzepte zur Flächenumwidmung für Energieanlagen oder die Entwicklung kommunaler Anreize für Gebäudesanierungen. So wird aus dem theoretischen Plan ein praktischer Handlungsleitfaden für Ihre Verwaltung.
Gemeinsam zur erfolgreichen Wärmeplanung in Hessen
Jede Kommune ist anders. Deshalb passen wir die Inhalte der kommunalen Wärmeplanung exakt an Ihre lokalen Gegebenheiten und die hessischen Gesetzesvorgaben an. Der Schlüssel zum Erfolg liegt für uns in der Vernetzung: Wir koordinieren die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Energieversorgern und Gebäudeeigentümern und sorgen für eine frühzeitige, transparente Bürgerbeteiligung. So schaffen wir Akzeptanz für die Wärmewende vor Ort.
Erfolgreiche Referenzprojekte in der Region:
Zahlreiche hessische Städte vertrauen bereits auf unsere Expertise bei der Konzepterstellung und Umsetzung.
Starten Sie jetzt Ihre Planung mit uns.
Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.
Ihre Kommune ist nicht in Hessen?
Grundlegende Informationen
Was ist die kommunale Wärmeplanung und warum ist sie wichtig?
Die kommunale Wärmeplanung ist ein strategisches Planungsinstrument, das Städte und Gemeinden erarbeiten, um eine wirtschaftliche und nachhaltige Wärmeversorgung bis zum Jahr 2045 zu entwickeln. Durch die Analyse ortsspezifischer Energieverbrauchsdaten, der Versorgungsinfrastruktur und den potenziellen erneuerbaren Energiequellen, werden maßgeschneiderte Lösungen erarbeitet, um fossile Energieträger schrittweise durch erneuerbare Energien und Abwärmenutzung zu ersetzen. Die Planung hat das Ziel die Energieeffizienz zu steigern, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und langfristig stabile Bedingungen für die Wärmeversorgung zu schaffen. Sie dient Kommunen als Entscheidungsgrundlage auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Wärmeversorgung.
Warum wird die Planung auf kommunaler Ebene umgesetzt?
Wärme lässt sich – anders als Strom – nur schwer über große Entfernungen transportieren, weshalb sie direkt in Verbrauchsnähe erzeugt werden muss. Kommunen spielen dabei eine Schlüsselrolle, da jede Kommune eine individuelle Struktur aufweist. Die Ausgangsbedingungen sind entscheidend für die Planung und wirtschaftliche Umsetzung der zukünftigen Wärmeversorgungslösung.
Welche Akteure sind an der kommunalen Wärmeplanung zu beteiligen?
Eine erfolgreiche kommunale Wärmeplanung basiert auf einem offenen Dialog und einer engen Zusammenarbeit aller relevanten Akteure. Neben Behörden und der breiten Öffentlichkeit binden wir folgende Gruppen aktiv ein:
Netzbetreiber und Energieversorger
Wärmeproduzierende Unternehmen sowie Großverbraucher von Wärme und Gas
Schornsteinfeger
Nachbarkommunen, um Synergien zu nutzen, Ressourcen effizient einzusetzen und eine überregionale Planung zu ermöglichen
Energiegenossenschaften als ein dezentraler und unabhängiger Akteur, der sich i.d.R. sehr gut mit den örtlichen Bedingungen auskennt
Welche Daten werden für die kommunale Wärmeplanung benötigt?
Für eine fundierte kommunale Wärmeplanung sind verschiedene Daten erforderlich: Energieverbrauchsdaten, Informationen zu bestehenden Wärmeerzeugern, Gebäude- und Infrastrukturdaten. Kommunen können diese Daten von den oben genannten Akteuren erhalten. Wichtig zu wissen: Alle Persönlichen Daten/Informationen werden so aggregiert, dass der Datenschutz klar gewährleistet ist.
Wichtig für Kommunen und Bürger
Welche gesetzlichen Vorgaben gibt es für Kommunen?
In Hessen sind Kommunen mit mehr als 20.000 Einwohnern laut Hessischem Energiegesetz seit November 2023 verpflichtet, einen Wärmeplan zu erstellen. Auf Bundesebene gibt es seit Januar 2024 mit dem Wärmeplanungsgesetz (WPG) eine allgemeine Verpflichtung für Kommunen, Wärmepläne zu erarbeiten. Die Fristen zur Umsetzung sind wie folgt:
- Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern: bis Juni 2026
- Kommunen mit weniger als 100.000 Einwohnern: bis Juni 2028
Warum lohnt sich eine kommunale Wärmeplanung für Kommunen?
Die kommunale Wärmeplanung gibt der Kommune die Möglichkeit über die zukünftige Wärmeversorgung zu entscheiden und bereits heute einen Fahrplan für eine geordnete Umsetzung aufzustellen. Als Knotenpunkt aller Planungen können Kommunen mit einer Wärmeplanung auch gegenüber Ihren Bürgern für eine gewisse Planungssicherheit sorgen. Die Kommunalen Wärmeplanung stellt eine langfristige Versorgungssicherheit dar, unterstützt die Klimaziele durch Treibhausgasreduktion und schafft eine verlässliche Grundlage für strategische Investitionen in eine nachhaltige Infrastruktur.
Welche Aufgabe hat die Kommune in der Wärmeplanung?
Kommunen haben die Möglichkeit die Steuerung und die Entwicklung einer nachhaltigen Wärmeinfrastruktur an einen erfahrenen Partner zu delegieren. Dieser unterstützt die Kommune dabei, Daten anzufragen, auszuwerten und darzustellen, Beteiligungsformate zu organisieren und alle Leistungsbestandteile des Wärmeplanungsgesetzes im Blick zu halten. Mit dem Wissen über Gebäudebestand, Industrie- und Gewerbegebiete sowie zukünftige Bauvorhaben liefert die Kommune jederzeit wichtige Informationen und bringt ihre Zielvorstellungen mit in das Projekt ein. Des Weiteren sind die Kommunen eine Anlaufstelle für interessierte Bürger.
Was sind die Kosten für die Erstellung eines kommunalen Wärmeplans?
Die Kosten für die Erstellung eines kommunalen Wärmeplans hängen von mehreren Faktoren ab, darunter die Größe der Gemeinde, die vorhandenen Daten und der Umfang des Projekts. Für eine Kommune mit rund 10.000 Einwohnern kann man mit einem mittleren fünfstelligen Betrag rechnen. Zudem sind die Vorgaben des öffentlichen Vergaberechts zu berücksichtigen. Eine frühzeitige Planung kann die finanzielle Belastung für die Kommune reduzieren. Zusätzlich werden Kommunen in Hessen durch Konnexitätszahlungen bei den anfallenden Kosten unterstützt. Detaillierte Regelungen können in der Landesverordnung nachgelesen werden, die noch im Jahr 2025 veröffentlich werden soll.
Welche Vorteile habe ich als Bürger einer kommunalen Wärmeplanung?
Die Wärmeplanung verfolgt das Ziel einer nachhaltigen, sicheren und langfristig bezahlbaren Wärmeversorgung. Zu den wichtigsten Zielstellungen gehören:
- Langfristig stabile Heizkosten
- Weniger Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und Preisschwankungen
- Förderung von umweltfreundlichen Heiztechnologien und Nahwärmenetzen
- Höhere Energieeffizienz in Wohngebieten
- Zugang zu Förderprogrammen für klimafreundliche Heizsysteme
Welche Heizsysteme werden empfohlen und gefördert?
Die kommunale Wärmeplanung bewertet, welche Heizsysteme für eine Region sinnvoll sind, um eine wirtschaftliche Wärmeversorgung zu ermöglichen. Dabei stehen verschiedene erneuerbare und nachhaltige Energiequellen zur Verfügung, darunter Solarenergie, Biomasse, Geothermie und industrielle Abwärme. Die Wahl der passenden Energiequelle hängt von den lokalen Gegebenheiten, der vorhandenen Infrastruktur und den langfristigen Wirtschaftlichkeitsfaktoren ab. Zu den möglichen Heizsystemen zählen Wärmepumpen, Solarthermie, Fern- oder Nahwärmenetze sowie Hybridheizungen. Um den Umstieg auf zukunftsfähige Heizsysteme zu erleichtern, bieten Bund, Länder und Kommunen verschiedene Förderprogramme an, wie BAFA-Zuschüsse für erneuerbare Heiztechnologien, KfW-Kredite mit vergünstigten Zinsen für Sanierungen und kommunale Förderprogramme. Aktuelle Fördermöglichkeiten können bei der Stadtverwaltung oder den zuständigen Förderinstituten erfragt werden.