Wichtige Begriffe und Abkürzungen

Wenn es um die Energieversorgung geht, tauchen immer wieder viele Fachbegriffe, gesetzliche Grundlagen, Maß- und Messeinheiten auf. Einige Begriffe und Abkürzungen, die wir auf der Webseite verwendet haben, erklären wir hier.

B

BHKW

Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) erzeugt Wärme und produziert dabei nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung auch elektrische Energie. Als Antrieb für den Energieerzeuger kommen Verbrennungsmotoren unterschiedlichster Art, Turbinen und Brennstoffzellen in Frage. Ein BHKW wird in der Regel direkt am Ort des Energiebedarfs betrieben.
E

EEG

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt die Förderung von Strom, der aus regenerativen Quellen erzeugt wird. Das Gesetz verpflichtet u.a. Netzbetreiber, diesen Strom bevorzugt einzuspeisen und weiterzuleiten. Auch die Vergütung der Energieproduzenten wird hier vorgegeben.

EEG-Anlage

Eine EEG-Anlage ist eine Anlage zur Stromerzeugung, die erneuerbare Energiequellen wie Sonne (Photovoltaik), Wind (Windkraft), Biomasse (Biogas) oder auch Wasserkraft nutzt und gemäß des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) betrieben wird.

EEG-Umlage

Die EEG-Umlage wird vom deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vorgegeben und dient der Finanzierung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien. Netzbetreiber sind verpflichtet, erneuerbare Energien, die ins öffentliche Netz eingespeist werden, abzunehmen. Dabei entstehende Kosten (die Differenz aus Vergütung und Einnahmen) werden auf alle Stromverbraucher umgelegt.

EEG-Umlagepflicht

Die EEG-Umlagepflicht wird vom deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vorgegeben. Sie verpflichtet alle Stromvertriebe dazu, die EEG-Umlage über den Strompreis beim Verbraucher einzuziehen.

EEG-Vergütung

Die EEG-Vergütung wird vom deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vorgegeben. Sie dient der Förderung von EEG-Anlagen und regelt die Vergütung der Betreiber, die erneuerbar erzeugte Energien ins öffentliche Netz einspeisen.

EnWG

Das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) gibt Netzbetreibern (Verteiler) und Energieversorgern (Lieferanten) klare Regeln vor, um die Allgemeinheit möglichst sicher, günstig und umweltverträglich mit Strom und Gas zu versorgen. Es ist die rechtliche Grundlage für einen unverfälschten Wettbewerb am Markt.
G

Grubengasanlage

Grubengas entsteht im aktiven Bergbau sowie in Deponien. Grubengasanlagen nutzen diese Gase zur Energieerzeugung.
K

kV

Ein Kilovolt (kV) sind 1.000 Volt (V). Elektrische Spannung wird in Volt (V) gemessen.

kVA

Ein Kilovoltampere (kVA) sind 1.000 Voltampere (VA). Die Maßeinheit Kilovoltampere kennzeichnet die Anschlussleistung von elektrischen Maschinen oder Transformatoren.

kWel

Mit Kilowattelektrisch (kWel) wird die elektrische Leistung eines Blockheizkraftwerks bzw. einer Anlage zur Kraft-Wärme-Kopplung angegeben. Ein Kilowatt (kW) sind 1.000 Watt (W).

KWK

Beim Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) werden Strom und Wärme gleichzeitig erzeugt. Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung können Nah- und Fernwärmenetze für Heizzwecke beliefern und Strom vor Ort nutzen oder ins öffentliche Stromnetz einspeisen. 


KWK-Anlage

Eine KWK-Anlage nutzt das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), um Wärme und Strom gleichzeitig zu erzeugen.

KWKG

Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) regelt die Einspeisung und Vergütung von Strom, der in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen erzeugt wird.

kWp

Die maximale elektrische Leistung einer Photovoltaikanlage wird in Kilowattpeak (kWp) angegeben – der englische Begriff „peak“ bedeutet „Spitze“. Ein Kilowatt (kW) sind 1.000 Watt (W).
L

Letztverbraucher

Letztverbraucher im Sinne des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sind Endverbraucher bzw. jede natürliche oder juristische Person, die Energie verbraucht.
M

Marktstammdatenregister

Im Marktstammdatenregister werden alle EEG- und KWK-Anlagen (KWK=Kraft-Wärme-kopplung) zentral erfasst. Eine Registrierung ist u.a. die Voraussetzung, um als Betreiber von der Einspeisung ins öffentliche Netz zu profitieren (EEG-Vergütung).

Mehrspartenanschluss

Ein Mehrspartenanschluss ist ein Hausanschluss, bei dem sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen der öffentlichen Infrastruktur an einer zentralen Stelle gebündelt ins Haus geführt werden (Mehrspartenhauseinführung).

Messlokationsbezeichnung

Messlokationsbezeichnungen (ehemalig „Zählpunktbezeichnungen“) sind eindeutige, alphanumerische Bezeichnungen von Messstellen. Sie kennzeichnen unverwechselbar alle nicht temporären Verbrauchszähler für Strom, Gas und Wasser. Ihrem Energielieferanten sind die jeweiligen Messlokationsbezeichnungen bekannt.

Messstellenbetreiber

Messstellenbetreiber sind zuständig für den Einbau, den Betrieb und die Ablesung von geeichten Zählern (Messeinrichtungen). Die grundzuständigen Messstellenbetreiber sind in der Regel regionale Netzbetreiber. Grundzuständige Messstellenbetreiber sind an gesetzliche Preisgrenzen gebunden. Nach dem Messstellenbetriebsgesetz können Netzkunden auch andere Dienstleister für den Messstellenbetrieb auswählen.

MID

Die Measuring Instruments Directive (MID) ist eine Messgeräterichtlinie, die grundlegende und messgerätespezifische Anforderungen bei der Erfassung von Strom-, Gas- und Wassermengen definiert. Sie gibt verbindliche Standards vor und dient so der Harmonisierung des Wettbewerbs im Bereich der Messgerätehersteller.

Mini-Blockheizkraftwerk

Ein Mini-Blockheizkraftwerk ist eine KWK-Anlage im Kleinformat – beispielsweise für den Einsatz in Kleinsiedlungen oder Mehrfamilienhäusern. Je nach Leistung spricht man auch von Mikro- oder Nano-Blockheizkraftwerken.
N

Netzentgelte

Netzentgelte oder „Netznutzungsentgelte“ sind Vergütungen, die Betreiber von Strom- und Gasnetzen für die Durchleitung von Energie (vom Erzeuger zum Verbraucher) erheben.
P

Plus-Energie-Siedlung

Plus-Energie-Siedlungen sind Siedlungen, die über das ganze Jahr hinweg betrachtet in ihrer Bilanz mehr Energie erzeugen, als sie verbrauchen. Die Überschüsse werden in der Regel vor Ort im Quartier gespeichert oder ins öffentliche Netz eingespeist.

PV-Anlage

Eine PV-Anlage ist eine Photovoltaikanlage. Sie nutzt die natürliche Sonneneinstrahlung, um elektrische Energie zu gewinnen.
Q

Quartierspeicher

Ein Quartierspeicher ist ein intelligenter, dezentraler Stromspeicher für eine Siedlung, die ihre Energie selbst erzeugt. Er kann Erzeugungsspitzen nutzen, um Strom zu speichern – und zeitversetzt bei erhöhtem Bedarf bereitstellen. Oder ins öffentliche Netz einspeisen.
S

Smart Meter

Ein Smart Meter ist ein elektronischer Stromzähler, der mit einem zusätzlichen Kommunikationsmodul ausgestattet ist und den Datentransfer mit dem Messstellenbetreiber ermöglicht.
V

Verteilnetzbetreiber

Verteilnetzbetreiber sind Netzbetreiber, die unterhalb der Übertragungsnetzbetreiber (überregionale Netze) für die Verteilung von Energie in Regionen und Städten zuständig sind (regionale und lokale Netze).