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Wärmebedarfsdiagramm auf einer technischen Zeichnung mit Stift und Lineal.

Kommunale Wärmeplanung in der Metropolregion Rhein-Neckar

Unser Dienstleistungsangebot: kompetente Unterstützung von der Analyse bis zur Umsetzung

Die kommunale Wärmeplanung (KWP) ist das zentrale Instrument, mit dem Ihre Kommune die Wärmeversorgung bis 2045 klimaneutral und wirtschaftlich gestaltet. Auf Basis ortsspezifischer Verbrauchsdaten, bestehender Infrastruktur und lokaler Potenziale erneuerbarer Energien entsteht ein maßgeschneiderter Plan – der fossile Energieträger schrittweise durch Erneuerbare und Abwärmenutzung ersetzt.

Das Wärmeplanungsgesetz (WPG) macht die kommunale Wärmeplanung zur Pflichtaufgabe – als zentrales Instrument, um das nationale Klimaziel zu erreichen: Bis 2040 müssen die deutschen Treibhausgasemissionen laut Klimaschutzgesetz um mindestens 88 Prozent reduziert werden. Da Wärme lokal erzeugt werden muss und jede Kommune individuelle Ausgangsbedingungen mitbringt, braucht es einen erfahrenen Partner vor Ort.

Als etablierter Betreiber von Strom- und Erdgasnetzen in der Region begleiten wir Ihre Wärmeplanung von der ersten Analyse bis zur Umsetzung – pragmatisch und rechtssicher. Sprechen Sie uns an.

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Baden-Württemberg gehört bundesweit zu den Pionieren der kommunalen Wärmeplanung. Bereits 2023 schrieb das Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsgesetz Baden-Württemberg (KlimaG BW, § 27) die Wärmeplanung für Stadtkreise und Große Kreisstädte gesetzlich vor – lange bevor das Bundesrecht (WPG) folgte. Mit der Novellierung des KlimaG BW, in Kraft seit 6. August 2025, sind nun alle Kommunen in Baden-Württemberg verpflichtet, unabhängig von ihrer Einwohnerzahl. Das landesweite Förderprogramm für die freiwillige kommunale Wärmeplanung ist seitdem geschlossen.

Baden-Württemberg liegt dabei bundesweit vorne: Ende 2025 hatten Kommunen, in denen rund 64% der Landesbevölkerung lebt, bereits einen fertigen Wärmeplan.

MerkmalBaden-Württemberg (KlimaG BW)Bundesrecht (WPG)
VerpflichtungskreisAlle Kommunen (seit 6. Aug. 2025)> 100.000 EW bis 30.06.2026; übrige bis 30.06.2028 
Vereinfachtes Verfahren Für kleine Gemeinden vorgesehenMöglich, Ausgestaltung durch Länder 
Förderstatus Geschlossen seit Aug. 2025 – KWP ist jetzt Pflicht -
Geförderte Kommunen Mehr als 470 kleinere Gemeinden-
BW-Führungsposition64% der Bevölkerung mit fertigem Plan (Ende 2025)-

Die KEA-BW begleitet Kommunen mit Wissenstransfer und Grundlagenberatung, das Regierungspräsidium Karlsruhe ist als Aufsichtsbehörde für die formale Entgegennahme und Prüfung der Wärmepläne in der Region zuständig.

Für die operative Erstellung – von der Datenerhebung über die Potenzialanalyse bis zur beschlussfähigen Planfassung – brauchen Kommunen einen erfahrenen regionalen Partner. Wir kennen die lokale Infrastruktur, die Versorgungsstrukturen und die spezifischen Gegebenheiten der Kommunen im Rhein-Neckar-Gebiet.

Bei Interesse schreiben Sie uns gern eine E-Mail.

Wichtig für Kommunen im Rhein-Neckar-Kreis: Das Förderprogramm für freiwillige KWP ist geschlossen. Alle Kommunen sind nun zur Wärmeplanung verpflichtet. Frühzeitiges Handeln schafft Rechtssicherheit für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen.

 

Kommunale Wärmeplanung mit e-netz Südhessen: Die Vorteile

Erfüllung gesetzlicher Pflichten von Anfang an – Mit einem erfahrenen Partner an Ihrer Seite erfüllen Sie die gesetzliche Pflicht nach KlimaG BW § 27 termingerecht und ohne Risiko – von der Ausschreibung bis zum Gemeinderatsbeschluss.

Planungssicherheit für Ihre Kommune – Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Investoren wissen frühzeitig, welche Wärmelösungen in welchem Quartier zukunftsfähig sind – das schafft Vertrauen und erleichtert Investitionsentscheidungen.

Stabile, bezahlbare Wärmeversorgung – Wer heute plant, reduziert die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und schützt Haushalte sowie Gewerbe langfristig vor volatilen Energiepreisen.

Klimaziele erreichen – regional verankert – Als Netzbetreiber in der Region kennen wir die lokale Infrastruktur und bringen die technische Expertise mit, um erneuerbare Energiequellen – Solarthermie, Geothermie, Abwärme – gezielt in Ihren Wärmeplan zu integrieren.

Die genauen Inhalte werden individuell auf die lokalen Gegebenheiten, gesetzlichen Vorgaben und politischen Ziele Ihrer Kommune abgestimmt.

Ihre Kommune wird in verschiedene Eignungsgebiete unterteilt, um festzustellen, welche Art der Wärmeversorgung sich für welches Gebiet am besten eignet. Unsere Kenntnis der Netzinfrastruktur in der Metropolregion Rhein-Neckar ermöglicht dabei eine fundierte und realitätsnahe Einschätzung von Anfang an.

Erfassung des aktuellen und künftigen Wärmebedarfs sowie der bestehenden Wärmeversorgung in Ihrer Kommune. Alle personenbezogenen Daten werden aggregiert – der Datenschutz bleibt vollständig gewährleistet.

Identifikation von Möglichkeiten, den Wärmebedarf zu senken und durch erneuerbare Energien zu decken. In der Region Rhein-Neckar bieten die Industriestandorte Mannheim und Ludwigshafen dabei besondere Potenziale für die Nutzung industrieller Abwärme.

Auf Basis der Analysen entstehen konkrete Wärmeversorgungsgebiete – ein klarer Fahrplan, der Bürgerinnen und Bürgern, Gebäudeeigentümern und Unternehmen in Ihrer Kommune die Planungssicherheit gibt, die sie für ihre Investitionsentscheidungen brauchen.

Die Metropolregion Rhein-Neckar beheimatet mit Mannheim und Heidelberg zwei der bundesweit bekanntesten Vorbildkommunen für kommunale Wärmeplanung.      

Mannheim betreibt mit seinem Energieversorger MVV Energie ein Fernwärmenetz mit rund 600 Kilometern Länge – eines der größten Fernwärmenetze in Europa. Es versorgt über 165.000 Haushalte und deckt damit rund 60% aller Mannheimer Haushalte ab. Im März 2024 beschloss der Gemeinderat als eine der ersten Großstädte Deutschlands die kommunale Wärmeplanung.

Kernziele des Mannheimer Wärmeplans:

  • Vollständige Dekarbonisierung der Fernwärme bis 2030 – über Großwärmepumpen, Flusswärmepumpen (Rhein), industrielle Abwärme und Power-to-Heat-Anlagen
  • Klimaneutral bis 2035 als übergeordnetes Stadtentwicklungsziel
  • Interkommunaler Fernwärmeverbund: Speyer, Brühl, Schwetzingen und Ketsch sind bereits angeschlossen 

Heidelberg verfügt über ein 225,7 km langes Fernwärmenetz mit einer jährlichen Netzabgabe von ca. 474,4 Mio. kWh. Aktuell stammen rund 75% der Wärme aus dem Mannheimer Netz, 25% werden lokal erzeugt. Bis 2030 soll die Versorgung weitestgehend CO₂-frei sein, bis 2035 vollständig klimaneutral. Herzstück der Heidelberger Wärmeinfrastruktur ist der Energie- und Zukunftsspeicher – ein 55 Meter hoher Pufferspeicher mit 20.000 m³ Bruttovolumen, der Fernwärmewasser bei bis zu 115 °C speichert und den gesamten Heidelberger Wärmebedarf über ein Wochenende decken kann. 

Die kommunale Wärmeplanung ist weit mehr als eine gesetzliche Pflichtaufgabe. Sie ist die strategische Basis für eine zukunftsfähige, klimaneutrale und wirtschaftlich tragfähige Wärmeversorgung in Ihrer Kommune. Die Metropolregion Rhein-Neckar zeigt mit Mannheim und Heidelberg, welches Potenzial in einer engagierten, überregional vernetzten Wärmeplanung steckt. Kommunen, die jetzt aktiv werden, geben Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen die Planungssicherheit, die sie für ihre Investitionsentscheidungen brauchen.

Für eine individuelle Beratung zur kommunalen Wärmeplanung in Ihrer Kommune stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Sie sind in Hessen, der Pfalz oder in Rheinhessen tätig? Auch dort begleiten wir kommunale Wärmeplanungen.

Hand berührt Photovoltaikmodul

Kommunale Wärmeplanung

Die kommunale Wärmeplanung bietet die strategische Grundlage für zukunftsfähige Wärmeversorgung.

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Zwei Mitarbeiterinnen und zwei Mitarbeiter der e-netz Südhessen stehen auf einer Wiese vor der Umspannanlage bei Oder-Roden; im Hintergrund sind ein e-netz-Fahrzeug, Bäume, Büsche und ein strahlend blauer Himmel zu sehen.

e-netz Südhessen – Ihr Partner für starke Netze

Wir sind der verlässliche Infrastrukturdienstleister für Strom, Gas und Trinkwasser in Südhessen. Als Teil der ENTEGA AG gestalten wir die Energiezukunft der Region aktiv mit und stehen Kommunen sowie Kundinnen und Kunden partnerschaftlich zur Seite.

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